Hands Off Indymedia! - Aufruf zur großen Solidaritätsdemonstration am 9. September in Freiburg

Die Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Freiburg unterstützt den Aufruf zur Solidaritätsdemonstration mit den Betroffenen des Indymedia Linksunten Verbotes. Demoaufruf für Samstag den 9.9.17 um 19 Uhr in Freiburg im Breisgau – Treffpunkt Bertoldsbrunnen Am Morgen des 25.08.2017 hat das Bundesinnenministerium das Nachrichtenportal linksunten.indymedia.org verboten. Indymedia linksunten ist seit mehreren Jahren eine unabhängige, mehrsprachige Website für linke Bewegungen im ganzen deutschsprachigen Raum und darüber hinaus.

Verbot ist ein Angriff auf die gesamte Linke... Solidarität mit Indymedia Linksunten!

Am 25. August 2017 hat Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière die linke Nachrichtenplattform "linksunten.indymedia" auf Grundlage des Vereinsgesetzes verboten. Das Weiterbetreiben des seit 2009 bestehenden offenen Netzwerkes von linken Medienaktivist*innen und Journalist*innen erklärt de Maizière zur Straftat. In Baden-Württemberg kam es diesbezüglich zu mehreren Hausdurchsuchungen, denen bisher keine Festnahmen folgten. Die Polizeipräsenz vor Ort wurde erhöht, um eventuelle Protestaktionen eindämmen zu können. Aktuell fahndet das BKA nach dem Standort des durch die Plattform genutzten Servers. Weitere Durchsuchungen sind nicht auszuschließen.

Filmvorführung "Im inneren Kreis" am 19. Oktober in Freiburg

Filmvorführung über Spitzeleinsätze in Hamburg und Heidelberg 19. Oktober // 18:30 Uhr // Linkes Zentrum Freiburg (Glümerstraße 2) Iris P. führte enge Freundschaften und ging intime Beziehungen mit Menschen ein, die sie zugleich ausspionierte. Als Verdeckte Ermittlerin "Iris Schneider" forschte sie jahrelang die linke Szene und die "Rote Flora" in Hamburg aus. Nach ihrer medienwirksamen Enttarnung im Jahr 2014 flogen innerhalb von 18 Monaten zwei weitere Verdeckte Ermittlerinnen in Hamburg auf: Maria B. (Tarnname "Maria Block") und Astrid O. (alias Astrid Schütt). Auch sie arbeiteten mit ähnlichen Methoden wie Iris P. und waren viele Jahre undercover in der linken Szene unterwegs.

Proteste gegen den G20 Gipfel in Hamburg - Widerstand braucht Solidarität!

Demoverbote, Gefahrengebiete, Anwerbeversuche durch den Verfassungsschutz, angekündigte beschleunigte Verfahren vor Schnellgerichten, eine neu gebaute Gefangenensammelstelle (GeSa) in einem alten Großmarkt und ein Sonderknast auf einer abgelegenen Elbinsel...der G20-Gipfel in Hamburg steht unübersehbar bevor und mit ihm die drohende Repression.

Strafbefehle eineinhalb Jahre nach Protesten gegen NPD in Weinheim

Eineinhalb Jahre nach den Protesten gegen den NPD-Parteitag in Weinheim gibt es noch immer offene Verfahren gegen AntifaschistInnen aus Baden-Württemberg. Bitte informiert uns, falls ihr von Repression betroffen seid. Schreibt uns eine Mail an freiburg@rote-hilfe.de oder kommt in unserer Sprechstunde.

Berufungsprozess gegen Antifaschist - Staatsanwalt abgeblitzt

Am 9.3.2017 fand am Landgericht der Berufungsprozess gegen einen Antifaschisten aus Freiburg statt. Dieser war vor dem Amtsgericht nach Jugendstrafrecht zu 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden, weil er sich bei den Gegenprotesten zum NPD Parteitag 2015 in Weinheim mit einer Plastikfolie vor den Augen gegen Pfefferspray der Polizei schützen wollte. Dem Staatsanwalt war das nicht genug. Er legte Berufung gegen die Rechtsfolge ein und forderte eine Verurteilung zu 40 Tagessätzen à 10 Euro nach Erwachsenenstrafrecht. Das Gericht bestätigte jedoch das Urteil vom Amtsgericht und schob damit dem übersteigerten Verfolgungswillen des Staatsanwalts einen Riegel vor.

Aufruf zur Prozessbegleitung am Donnerstag 9.März vor dem Landgericht Freiburg

Am 09.03.17 um 09:00 Uhr findet vor dem Landgericht der Berufungsprozess gegen einen Antifaschisten aus Freiburg statt. Er soll an den Protesten gegen den NPD-Bundesparteitag 2015 in Weinheim teilgenommen haben. Ihm wird vorgeworfen, er hätte sich mit einer Plastikfolie vor den Augen gegen Pfefferspray der Polizei schützen wollen. Getroffen hat es einen, gemeint sind wir alle! Kommt und zeigt eure Solidarität! Treffpunkt 8:45 Uhr, Landgericht Freiburg, Salzstraße 17.

Keine Beweise, trotzdem schuldig? - Feministin wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen AfD Funktionär Volker Kempf verurteilt.

Vor dem Amtsgericht Freiburg zeigte sich wieder einmal, dass der Grundsatz in dubio pro reo für alle, die sich entschlossen gegen die AfD stellen, keine Gültigkeit zu haben scheint. Ein Indizienprozess mit mehr als dürftiger Beweislage endete mit einer Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Aufruf zur solidarischen Prozessbeobachtung

Datum
Ort
Amtsgericht Freiburg
Am 22. Februar findet vor dem Amtsgericht Freiburg ein Prozess gegen eine engagierte Feministin und Antifaschistin statt. Der Vorwurf lautet Körperverletzung. So soll die Angeklagte den bekannten AfD'ler und Aktivisten der extremen Rechten Volker Kempf aus Breisach während eines Infostandes der AfD in der Freiburger Innenstadt angegriffen haben. Dass Antifaschist*innen, die gegen die AfD bei Kundgebungen und Infoständen protestierten von AfD-Aktivisten bedrängt und im Nachhinein wegen angeblicher Körperverletzungsdelikte von diesen angezeigt und dadurch eingeschüchtert werden sollen, ist kein Einzelfall.

Veranstaltung: „Streben Sie den Sozialismus an?“ Berufsverbote damals und heute

Datum
Ort
HS 1009 Uni Freiburg

1972 setzte die Regierung unter Willy Brandt den Radikalenerlass durch. Darauf hin wurden Millionen Menschen politisch überprüft und Tausende Linke mit Berufsverboten belegt. In den 2000ern ging der Fall des antifaschistischen Lehrers Michael Csaszkòczy durch die Presse und in Bayern wird eine Tätigkeit im
öffentlichen Dienst bis heute von den politischen Mitgliedschaften der Anwärter_innen abhängig gemacht.

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